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Datenstau vs. Highspeed

Glasfaserausbau

Glasfaserausbau in Deutschland und Bayern

Der Glasfaserausbau wird bundesweit vorangetrieben, insbesondere durch die Telekommunikationsanbieter selbst:
• In dichtbesiedelten Gebieten planen und errichten private Anbieter Glasfaseranschlüsse in Eigenregie – mancherorts wurde damit bereits begonnen
• Vorteil dieses eigenwirtschaftlichen Ausbaus: Die Finanzierung erfolgt ohne öffentliche Fördermittel
• Bereits vor einigen Jahren hat ein Unternehmen mit der Vermarktung von Glasfaserprodukten und dem Vertragsabschluss für Hausanschlüsse in Ansbach begonnen
• Die Stadt hat auf Zuschnitt, Zeitplan und Umsetzung des eigenwirtschaftlichen Ausbaus keinen direkten Einfluss
• Auch der parallele Ausbau durch mehrere Anbieter in denselben Gebieten ist möglich – hierbei handelt es sich um unternehmerische Investitionsentscheidungen

Leistungsfähige Alternativen

Neben dem eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau gibt es in Teilen des Stadtgebiets bereits eine Versorgung über modernste Kabeltechnologie:
• Der DOCSIS-3.1-Standard ermöglicht auch über das bestehende Kabelnetz sehr hohe Bandbreiten
• Dieses Angebot wird in Deutschland unter anderem von Vodafone bereitgestellt

Geförderter Glasfaserausbau in der Stadt Ansbach: der nächste Schritt

Für Bereiche, die eigenwirtschaftlich nicht ausgebaut werden und in denen kein Kabelnetz nach DOCSIS 3.1-Standard verfügbar ist, setzen die Förderprogramme von Bund und Freistaat Bayern an. Der Ablauf ist vorgegeben:
• Erster Schritt ist ein sogenanntes Markterkundungsverfahren, mit dem die förderfähigen Adressen im Stadtgebiet ermittelt werden
• Die jüngste Markterkundung hat 1.345 förderfähige Adressen im gesamten Stadtgebiet identifiziert
• Die Stadt Ansbach bereitet einen Förderantrag für den laufenden Förderaufruf vor, der bis zum 15.09.2026 eingereicht wird
• Mit einer Förderzusage von Bund und Land ist voraussichtlich bis Ende 2026 zu rechnen

Wie geht es weiter?

Sofern die Stadt Ansbach eine Förderzusage erhält, ist folgender zeitlicher Rahmen realistisch:

• 2027: Vorbereitung und Veröffentlichung der erforderlichen Ausschreibung
• 2028: Fortsetzung des Auswahlverfahrens und Vertragsabschluss mit einem oder mehreren Anbietern
• Ab 2029 (im Idealfall): Beginn der Ausbauarbeiten an den förderfähigen Adressen – Verzögerungen sind dabei nach bisheriger Erfahrung nicht auszuschließen

Wichtiger Hinweis: Mit einer flächendeckenden Glasfaserversorgung im gesamten Stadtgebiet Ansbach ist frühestens Anfang bis Mitte der 2030er Jahre zu rechnen.

Haustürgeschäfte zur Vermarktung von Hausanschlüssen und Glasfaserprodukten

Aktuell werden die Hausanschlüsse im eigenwirtschaftlichen Ausbau kostenlos erstellt. Monatliche Gebühren werden erst fällig, wenn Sie einen Vertrag über ein Glasfaserprodukt abschließen.
Grundsätzlich empfehlen wir allen Hauseigentümerinnen und -eigentümern die Beauftragung eines Hausanschlusses. Damit stellen Sie die Zukunftsfähigkeit Ihrer Immobilie sicher und beugen einem langfristigen Wertverlust durch nicht vorhandene Infrastruktur vor.
Im Zusammenhang mit dem Glasfaserausbau kommt es bundesweit immer wieder zu unseriösen Vertreterbesuchen an der Haustür. Die Stadt Ansbach weist daher auf Folgendes hin:
• Verbraucherzentralen berichten von sogenannten „Drückerkolonnen“, die gezielt Zeitdruck aufbauen, damit Verträge direkt an der Haustür unterschrieben werden
• Häufig wird behauptet, bestehende Kupferanschlüsse würden bald abgeschaltet oder ein Glasfaseranschluss sei nur bei sofortiger Unterschrift gesichert – solche Aussagen sind kritisch zu hinterfragen
• Zum gegenwärtigen Zeitpunkt besteht keine Verpflichtung zum Abschluss eines Vertrags zur Nutzung von Glasfaserprodukten
• Die Personen treten oft im Namen bekannter Telekommunikationsunternehmen auf, sind jedoch häufig für beauftragte Agenturen tätig und nicht direkt beim jeweiligen Anbieter beschäftigt. Sie werden oftmals erfolgsabhängig vergütet und erhalten eine Provision für jeden Vertrag
• Seriöse Anbieter stellen ausreichend Informationsmaterial zur Verfügung und räumen genügend Zeit für eine Prüfung des Angebots in Ruhe ein
• Vor Vertragsabschluss müssen alle wesentlichen Vertragsunterlagen ausgehändigt werden, unter anderem zu Vertragsdauer, Kosten und Kündigungsfristen

Empfehlung: Verträge sollten grundsätzlich nicht spontan an der Haustür oder auf einem Tablet unterschrieben werden. Bitte lassen Sie sich die Verträge aushändigen und prüfen Sie diese in Ruhe. Beziehen Sie dazu den Rat von Familienmitgliedern, Angehörigen und ggf. des Verbraucherservice Bayern.


Weitere Informationen


Allgemeine Informationen rund um den Wechsel von Kupfer- auf Glasfasernetze bietet die Bundesnetzagentur:

https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/TK/InternetTelefon/GlasfaserStattKupfer/start.html

Informationen der verschiedenen Anbieter im Stadtgebiet erhalten Sie u.a. auf den Webseiten der Unternehmen oder in deren Verkaufsstellen.

https://www.stwan.de/an-net
https://www.telekom.de/netz/glasfaser/glasfaserausbau
https://www.vodafone.de/unternehmen/netz-kabelglasfaser.html
https://www.verbraucherservice-bayern.de/

Bitte haben Sie Verständnis, dass die Stadt Ansbach keine Aussagen zu Bandbreiten an Ihrer Adresse und den Zeitplänen von Unternehmen geben kann. Bei allen weiteren Fragen versuchen wir gerne, Ihnen weiterzuhelfen.
Wenn wir Informationen für die Öffentlichkeit haben, werden wir darüber über die örtlichen Medien und die Kommunikationskanäle der Stadt Ansbach informieren.