Ansbach putzt sich raus
Aufkleber – ein stetiges Problem
Egal ob auf Verkehrsschildern, Ampeln, Briefkästen, Fassaden oder Parkautomaten – Aufkleber beziehungsweise Sticker werden auf vielen öffentlichen Flächen aufgebracht. Dabei sind diese nicht nur ein optisches Problem, sondern können die Funktion von Schildern beinträchtigen. Beispielsweise werden am Rezatparkplatz regelmäßig die Zonen für das Handy-Parken überklebt. Zudem kann der Klebstoff die teure Reflexionsfolie der Schilder beschädigen.
Für die Entfernung der Aufkleber gibt es leider keine einfache Lösung. Die Reinigung ist äußert kleinteilig sowie zeitintensiv und setzt Spezialausrüstung voraus. Mitarbeiter des Betriebsamts sind mit mehreren Lösungsmitteln, Schabern und einem Heißluftfön unterwegs, um die Aufkleber zu entfernen.
Um auf die Problematik aufmerksam zu machen, haben wir mehrere Filme mit dem Betriebsamt gedreht. Damit wollen wir vor allem die jüngeren Zielgruppen über Social-Media erreichen, da diese auch häufig für das Anbringen der Aufkleber im Stadtbild verantwortlich sind.
Wie aufwendig die Entfernung ist, zeigt dieses Video:
mit Klick auf das Kamerasymbol oder den Link zu YouTube starten Sie das Video.
Strüther Modell gegen ungewollte »Häufchen«
Hundekot auf Straßen, Wegen, Feldern und Wiesen: Die „Häufchen“ sind nicht nur nicht schön anzusehen, sondern gerade für Landwirte ein echtes Problem, da der Hundekot z.B. zur Verunreinigungen von Tierfutter führt. Im Stadtteil Strüth arbeitet seit zwei Jahren das Betriebsamt mit der Dorfgemeinschaft zusammen, damit der Hundekot in der Natur weniger wird.
Oberbürgermeister Thomas Deffner fasste die Zusammenarbeit wie folgt zusammen: Dank der großen Bereitschaft der Bürger, selbst tätig zu werden, konnten dort an 3 Standorten Hundekottütenspender und Mülleimer aufgestellt werden. Diese wurden von der Dorfgemeinschaft aufgestellt, die Tüten werden von ihnen aufgefüllt und die Mülleimer geleert und der Müll wird an einen Sammelort in der Dorfmitte gebracht. Dort sammeln die Kollegen des Betriebsamts einmal in der Woche den Müll ein, da sie an dieser Stelle eh den dortigen Mülleimer leeren müssen. „Der Einsatz von Freiwilligen hier in Strüth ist vorbildlich“, so Deffner und bedankte sich ganz herzlich bei Gerhard Sauerhammer, Martin Waldmann, Matthias Kriesl und Richard Kiefer, die diese Aufgaben übernommen haben.
Nach zwei Jahren Erfahrung zog Sauerhammer Bilanz. Der Hundekot sei sehr zurückgegangen. Viele Hundebesitzer nutzen das Angebot und werfen dann die Tüten in die dafür vorgesehenen Mülleimer.
Projekt kann Vorbild für andere Stadtteile sein
Dieses Projekt sei nach Angaben von Deffner vorbildlich für andere Stadtteile, sofern sich Freiwillige finden, die diese Aufgaben zuverlässig übernehmen. Die Stadt Ansbach selbst unterhält rund 700 Mülleimer, die je nach Standort und Nutzungsfrequenz einmal täglich, oder ein- bis dreimal wöchentlich geleert werden müssen. Hierfür sind im Mittel ca. 12 Personen im Einsatz. Im Vorjahr kosteten diese Reinigungsarbeiten, die unter anderem auch die Spielplatzpflege beinhalten über eine halbe Million Euro. Zudem betonte Deffner, dass grundsätzlich keine gesetzliche Pflicht zur Vorhaltung der Abfallkörbe besteht, jede könne seinen Müll wieder mit nach Hause nehmen und über den satzungsgemäß geregelten Haushaltsmüll entsorgen.
Bild: Matthias Kriesl, Oberbürgermeister Thomas Deffner, Gerhard Sauerhammer und Martin Waldmann stellen das Strüther Modell vor.

