Gedenkstunde zur Reichspogromnacht in der Karlshalle
Vom 9. auf den 10. November 1938 wurden Synagogen angezündet, jüdische Geschäfte verwüstet und tausende jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger misshandelt, verhaftet oder getötet. „Dieses menschverachtende Verbrechen darf gerade angesichts der derzeitigen Entwicklungen in Deutschland nicht in Vergessenheit geraten“, erklärt Oberbürgermeister Thomas Deffner. „Wir müssen uns im Land der Täter des Holocausts und der daraus erwachsenden besonderen Verantwortung für jüdisches Leben laut gegen Antisemitismus aussprechen.“
Gemeinsam mit den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden sowie dem Frankenbund erinnert die Stadt Ansbach an die Reichspogromnacht. Zur Gedenkstunde sind alle Bürgerinnen und Bürger am Montag, den 9. November 2026, um 17 Uhr in die Ansbacher Karlshalle eingeladen. Als Gastrednerin konnte die Stadt Ansbach die Präsidentin des Internationalen Auschwitz Komitees, Dr. Eva Umlauf, gewinnen. Sie wurde im Jahr 1944 kurz vor ihrem zweiten Geburtstag nach Auschwitz deportiert. Im Jahr 2016 veröffentlichte sie ihre Autobiografie „Die Nummer auf deinem Unterarm ist blau wie deine Augen“.
