Stadt stellt sich bei Mietverwaltung und im kommunalen Wohnungsbau neu auf
Der Stadtrat hat 2021 den Eigenbetrieb STADTBAU aufgelöst. Hintergrund dafür war die seinerzeitige für Kommunen bessere Förderkulisse. Auch die hohen Kosten für Steuerberatung und Jahresabschlusserstellung und
-prüfung führten dazu, dass die STADTBAU als Organisationseinheit innerhalb des Baureferats weitergeführt wurde. Nun erfolgte die Umorganisation der Aufgaben. Die Mietverwaltung der städtischen Wohnungen wird künftig zentral vom Liegenschaftsamt übernommen. Der Wohnungsbau wird durch das Hochbauamt übernommen. Die Projekte der STADTBAU werden also weiter fortgeführt.
Nach der Fischerstraße 2 wird nach erfolgter Fördermittelzusage das Wohnbauprojekt in der Krausstraße angegangen. Perspektivisch soll hiernach das Wohnbauprojekt in der Knebelstraße geplant und gebaut werden. Dies ist jedoch abhängig von zur Verfügung stehenden Förder- und Haushaltsmitteln. Daneben werden die weiteren Bauprojekte der STADTBAU, wie die künftige Kulturscheune an der Ziegenwiese, weiter umgesetzt. Noch offen sind die Planungen für das ehemalige Maurer-Haus in der Pfarrstraße. Hierfür fehlen überdies aktuell die Haushaltsmittel. Wie auch bei dem Gebäudekomplex Rathaus und Schrammhaus, werden hier aktuell die städtischen Schulbauprojekte durch den Stadtrat priorisiert.
Die Stadt weist darauf hin, dass die Gründung einer neuen Wohnungsbaugesellschaft nicht mit der dauernden Leistungsfähigkeit der Stadt Ansbach in Einklang steht und daher nicht genehmigt werden kann. Eine neue Wohnungsbaugesellschaft könnte Projekte nur mit Kreditaufnahmen sicherstellen. Die für eine Kreditaufnahme notwendige Bürgschaft dürfte die Stadt nicht ausreichen, da das genehmigungsfreie Volumen bereits vollumfänglich den Stadtwerken sowie den Sportvereinen zur Verfügung gestellt wurde. Die dauernde Leistungsfähigkeit, die abhängig von der städtischen Steuerkraft ist, lässt aktuell keine weitere Bürgschaftsgewährung zu.
Hier baut die Stadt Ansbach darauf, dass seitens des Bundes und Freistaates erhöhte Förderungen und Gewährleistungsübernahmen ermöglicht bzw. ausgesprochen werden. Oberbürgermeister Thomas Deffner, der in dieser Wahlperiode auch Mitglied im Finanzausschuss des Bayerischen Städtetages ist, wird sich hierfür einsetzen. Die Stadt Ansbach setzt indes auch auf die Initiativen Dritter. Allen voran ist hier das Milchhofcarré, ein Projekt der BayernHeim, zu nennen, bei dem in diesem Herbst 104 geförderte Wohnungen vergeben werden.
Darüber hinaus steht die Stadt Ansbach im Austausch mit dritten Bauträgern, unter anderem mit der BayernGrund, um bei der Erschließung des Baugebiets „Am Tiergartenwald“ günstigen Wohnraum zu schaffen. Das Thema „günstiger Wohnraum“ beschäftigt auch die Verantwortlichen der städtischen Stiftungen. Aktuell befindet sich die Endres-Stiftung in der Anbahnung eines weiteren Wohnungserwerbs.
