Ansbach gedenkt Robert Limpert
Zur Gedenkstunde anlässlich des Todestages von Robert Limpert, die von der Bürgerbewegung für Menschenwürde in Mittelfranken e.V., der katholischen Pfarrei St. Ludwig und der Stadt Ansbach veranstaltet wurde, kamen rund 100 Ansbacherinnen und Ansbacher auf dem Martin-Luther-Platz zusammen. Am 18. April 1945 wurde der 19-jährige Limpert in den letzten Stunden des Zweiten Weltkriegs von den Nazis in Ansbach ermordet.
Oberbürgermeister Thomas Deffner erinnerte in seiner Ansprache daran, für welche Werte Robert Limpert eingetreten ist und mahnte, dass diese uns allen ein Vorbild sein sollen. „Robert Limperts Beispiel ruft uns auf: Schaut hin statt weg! Stellt Fragen statt blind zu folgen! Widersprecht statt zu schweigen! Stellt Menschlichkeit über Ideologie!“
Mitgestaltet wurde die Gedenkstunde von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Carolinum und der Robert-Limpert-Berufsschule sowie von Domkapitular Dr. Nobert Jung. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich im Vorfeld der Gedenk-stunde mit dem Leben und Schicksal von Robert Limpert auseinandergesetzt. Beim Abschluss der Gedenkstunde betonte Dr. Oliver Schwab, Sprecher der Bürgerbewegung für Menschenwürde Mittelfranken in Ansbach, den Wert der Demokratie. „Ein Schlussstrich unter die Erinnerung wäre der Schlussstrich unter unsere Demokratie.“ Dr. Schwab zitierte damit Hape Kerkeling, der bei der Gedenkstunde zum 81. Jahrestages der Befreiung des KZ Buchenwald Hauptredner war.
