Ansatz
Im Fokus eines integrierten Klimaschutzkonzepts sind diejenigen Bereiche in einer Kommune in denen Treibhausgase emittiert werden:
Energieerzeugung, Verkehr und Mobilität, Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen sowie private Haushalte und Vereine, Verbände und Organisationen. In die Erarbeitung des Klimaschutzkonzepts wurden daher die Repräsentanten dieser Bereiche und die Institutionen, die bereits jetzt aktiven Klimaschutz betreiben, miteinbezogen.
Ansbach verfolgt somit gemeinsam mit den drei Fachbüros Green City Energy, Identität & Image Coaching AG und der Energie- und Klimaagentur Weiss-Hardy einen in zweierlei Hinsicht integrierten Ansatz: zum einen werden inhaltlich unterschiedliche Bereiche behandelt und zusammengeführt und zum anderen wurden Bürgerinnen und Bürger, die Stadtverwaltung, Verbände und Organisationen an der Erarbeitung des Konzeptes beteiligt.
Die Bemühungen, die globale Erwärmung auf 2 Grad Celsius zu beschränken, können nur Erfolg haben, wenn an möglichst vielen Stellschrauben gedreht wird und sich alle daran beteiligen.
Rolle der Kommune
Den Kommunen kommt beim Klimaschutz eine herausragende Rolle zu, denn in den Kommunen wird aufgrund der räumlichen Konzentration unterschiedlicher Nutzungen (Wohnen, Verkehr, Freizeit, Gewerbe und Industrie) ein großer Teil von Treibhausgasen erzeugt, die zum Klimawandel beitragen. Klimaschutz auf kommunaler Ebene ist deshalb mit hohem Handlungsdruck, aber auch mit weitreichenden Möglichkeiten verbunden. Er betrifft Bereiche wie Energieeinsparung, Energieerzeugung, Bauformen, Raum- und Siedlungsstrukturen und daraus resultierende Mobilitäts- und Transporterfordernisse.
Kommunen übernehmen eine vierfache Rolle beim Klimaschutz.
Sie sind:
- Verbraucher und Vorbild
- Planer und Regulierer
- Versorger und Anbieter
- Berater und Promoter
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Kommune als: |
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| Verbraucher und Vorbild | Planer und Regulierer | Versorger und Anbieter | Berater und Promoter |
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Beispiele: |
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| Energiemanagement in kommunalen Liegenschaften | Integration energetischer Standards in der Siedlungsplanung | Energiesparendes Bauen bei kommunalen Wohnbaugesellschaften | Förderprogramm für energieeffiziente Altbau-Sanierung |
| Blockheizkraftwerke in kommunalen Gebäuden | Anschluss- und Benutzungszwang bei Wärmenetzen | Ausbau des ÖPNV | Förderprogramme zur Umstellung auf CO2-arme Brennstoffe |
| Müllvermeidung in der kommunalen Verwaltung | Verbot von CO2-reichen Brennstoffen | Mengenabhängige Müllgebühren | Energieberatung |
Quelle: Kristine Kern et al. 2005: Kommunaler Klimaschutz in Deutschland – Handlungsoptionen, Entwicklung und Perspektiven. Discussion Paper SPS IV 2005-101, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, S.11
Um den Klimawandel in den Städten und Stadtregionen zu begegnen, ist die Erarbeitung einer dreigleisigen Strategie erforderlich:
- Entwicklung von Strategien zum Schutz (Mitigation)
- Erarbeitung von Anpassungsstrategien an den Klimawandel (Adaptation)
- Abstimmung der Maßnahmen mit anderen drängenden Aufgaben der nachhaltigen Stadtentwicklung.
Anders als die „klassischen“ Bereiche des Umweltschutzes wie zum Beispiel die Luftreinhaltung oder der Gewässerschutz ist das Thema Klimaschutz und Klimaanpassung für Kommunen relativ neu. Notwendig sind integrierte Ansätze, die bereits weit verbreiteten Bemühungen der Kommunen zur energetischen Sanierung ihrer Liegenschaften und fallweise die Nutzung erneuerbarer Energien.
