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Geschichte der Stadtbücherei

  • Vorgeschichte: nach dem 1. Weltkrieg sollte das brachliegende Kulturleben wiederaufgebaut werden, dafür wurde im Jahr 1919 die „Vereinigung für Volksbildung“ gegründet, die später in die „Genossenschaft Haus der Volksbildung“ überging
  • unter anderem sollte eine „Volksbücherei“ geschaffen werden
  • 1919: Oberlehrer Georg Schumann bekommt den Auftrag, Bestandslisten zusammenzustellen
  • 4.10.1924: Eröffnung der Volksbücherei in einem Nebenzimmer der Gastwirtschaft „Goldene Gans“ in der Endresstr. 14 mit 800 Bänden (damals noch Thekenbibliothek!)
  • am ersten Ausleihtag kamen 21 Leser
  • bald darauf: Umzug in ein Nebenzimmer des Bräustübl (Kannenstraße)
  • 1930: Umzug in den Nordostflügel des neu errichteten „Haus der Volksbildung“ am Schlossplatz
  • Bücherbestand: 7400 Bände (Ausleihzahl 1936: 22436; „Konkurrenz“ durch private Leihbüchereien)
  • nach zeitweiliger Übernahme in das Eigentum der Stadt wurde sie nach dem Zusammenbruch von 1945 auf Verlangen von Dr. Lunckenbein wieder der Genossenschaft zurückgegeben und hat inzwischen im Museumsgebäude ihren Platz gefunden
  • 1953: 10 000 „gute“ Bücher – „“Wild-West“ und “schmachtende Liebe“ sucht man vergebens in den blankgescheuerten Regalen, laut damaliger FLZ- Berichterstattung, besonders gefragt: „Don Camillo und Peppone“ 
  • 3.9.1963: Bezug des „Schnizleinshaus“ hinter der Johanniskirche, Schaitbergerstr. 10, Zusammenlegung Volksbücherei und Bücherei in der Neustadt
  • 1967: Neuordnung der Bibliothek, über 15 000 Bücher wurden in drei Abteilungen aufgeteilt, Einrichtung von vier Lesezimmern
  • Über 50 Jahre lang leitete Georg Schuhmann ehrenamtlich - zunächst als Oberlehrer, später als Diplom-Bibliothekar – die Bücherei 
  • 01.07.1991: Wiedereröffnung am Karlsplatz 11
  • 1993: Stadt Ansbach übernimmt die Trägerschaft, Einführung von Computern, nun elektronische Ausleihe möglich
  • seit Anfang 1994: Ausleihe von Videokassetten (wechselnder Bestand, der von der Fachstelle zur Verfügung gestellt wird, kostet 5000 Mark/Jahr) – Diskussion, ob das Angebot beibehalten werden soll im Stadtrat (Thema Konkurrenz zu kommerziellen Verleihern)
  • 1996: Kunden können selbst im Computer nach Titeln suchen
  • 2001: Stadtbücherei stellt zwei Internet-Plätze für Kunden zur Verfügung
  • 2017: Einstieg in Onleihe
  • 2019: Renovierung/Umbau Eingangsbereich (neue höhenverstellbare Verbuchungstheke, neuer Teppich, neue Möbel)
  • Aktueller Bestand: über 35 000 Medien im Angebot (die elektronischen Medien nicht mitgerechnet)
  • rund 150 Besucherinnen und Besucher zählt die Stadtbücherei heutzutage durchschnittlich pro Öffnungstag
Quelle: Stadt Ansbach