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11.12.2018

Ansbacher Stadtrat verabschiedet Haushalt 2019

Der Haushalt der Stadt Ansbach für das Jahr 2019 ist beschlossen. Damit hat der Stadtrat, laut Oberbürgermeisterin Carda Seidel, „eine verlässliche Grundlage für all' das geschaffen, was sich die Stadt für 2019 vorgenommen hat“. In ihrer Haushaltsrede hatte die Oberbürgermeisterin vorab um Zustimmung der Stadtratsfraktionen geworben. „Wenn man unseren Haushalt charakterisieren wollte, könnte oder müsste man sagen ‚einer für alle‘… ja, und dann hoffentlich ‚alle für einen!‘“ Denn im Haushalt 2019 sei für und von jedem etwas drin.

Die Schwerpunkte des Rekordhaushaltes mit einem Volumen von 165 Millionen Euro und einem Investitionspaket in Höhe von 25,6 Millionen Euro liegen, wie gewohnt, in den Bereichen Bildung und Infrastruktur. Dazu gehören unter anderem große Investitionen und Investitionszuschüsse für den Ausbau von Kinderbetreuung in Höhe von 3 Millionen Euro allein in 2019 - mittelfristig von 5,5 Millionen Euro - und Investitionen für Schulen von über 6 Millionen Euro. Zweiter Investitionsschwerpunkt sind Straßen, wie die Sanierung der Neustadt, die Rothenburger Straße oder der Straße am Drechselsgarten, Brückenbau, Wasserbau, insbesondere im Sinne von Hochwasserschutz, und Erschließungsmaßnahmen für das Neubaugebiet Meinhardswinden. Einer echten Zukunftsaufgabe stelle sich die Stadt zudem mit der Einrichtung eines digitalen Gründerzentrums, das vorzüglich zur Weiterentwicklung der Hochschule in diesem Themenbereich, dem im Werden begriffenen Media Lab und weiteren Aktivitäten passe, um Ansbach rundum für eine immer digitaler werdende Zukunft zu rüsten.
Aus dem Reigen der vielen Einzelmaßnahmen griff die Oberbürgermeisterin unter anderem den geplanten Umbau des Tennenplatzes zum Kunstrasenspielfeld für alle Sportvereine, die Erneuerung des Skaterplatzes am ehemaligen Messegelände, die kostenlosen Busfahrten für alle Schüler heraus und wies auf die vielfältigen Förderungen der Kulturvertreter in Ansbach hin. Besonderes Lob und Dank zollte die Oberbürgermeisterin den ehrenamtlich Aktiven in den verschiedensten Bereichen, die das gesellschaftliche Leben bereichern und Ansbach lebenswerter machten.
Neben den großen Investitionen, erfreulichen Maßnahmen und Projekten stehe Ansbach aber auch einer Reihe von Herausforderungen gegenüber, wie Seidel betonte. So schultere die Stadt Ansbach 2019 Sozialausgaben von 41 Millionen Euro und allein 4,5 Millionen Euro für den Krankenhausverbund ANregiomed - für die Gesundheitsversorgung vor Ort. Auch die Stadtverwaltung selbst habe Herausforderungen, wie den Generationenwechsel oder die Digitalisierung der Prozesse und Abläufe zu bewältigen. Ihr Dank galt allen städtischen Mitarbeitern für deren Engagement.
Trotz großer Belastungen und vielfältiger Investitionen werde jedoch die Verschuldung bis zum Ende des Jahres 2019 auf 21 Millionen beziehungsweise 500 Euro pro Einwohner reduziert und die Rücklage auf 10 Millionen Euro aufgestockt.