Direkt zu:
Diese Webseite verwendet Cookies, um dem Betreiber das Sammeln und Analysieren statistischer Daten in anonymisierter Form zu ermöglichen. Wenn Sie damit nicht einverstanden sind, klicken Sie hier bitte auf »Nein«. Weitere Informationen
 |   Language

30.07.2020

Startschuss für die barrierefreie Sanierung des Ansbacher Bahnhofs - OB Deffner wirbt für ICE-gerechten Ausbau der Bahnsteige

Für 27 Millionen Euro wird der Ansbacher Bahnhof in den kommenden zwei Jahren modernisiert. Bis Oktober 2022 werden unter anderem die Bahnsteige sowie die Fußgängerunterführung inklusive der Aufgänge barrierefrei ausgebaut und das Dach im Außenbereich erneuert. Der ICE-taugliche Ausbau der Bahnsteige ist indes weiterhin kein Teil der Planungen für das Großprojekt. Dies bekräftigten die Staatsministerin für Wohnen Bau und Verkehr Kerstin Schreyer und der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn in Bayern Klaus-Dieter Josel im Rahmen des symbolischen Spatenstichs für die Maßnahme.

Allein in Bayern investiere die Deutsche Bahn in diesem Jahr rund 1,7 Milliarden Euro, um den Verkehr zunehmend auf die Schiene zu verlagern und damit einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, wie der DB-Vertreter Klaus-Dieter Josel zum Auftakt der Baumaßnahme erklärte. Der wichtige Verkehrsknotenpunkt Ansbach erfahre durch die jetzige Sanierung eine starke Aufwertung, der geplante Ausbau genüge den Standards für die bestehenden IC-Linien. Der Halt von längeren ICE-Zügen in Ansbach sei jedoch derzeit nicht beabsichtigt, so Josel. Der Aufwand für die notwendige Verlängerung der Bahnsteige belaufe sich hierfür nochmals auf einen Betrag von einer Millionen Euro.

Als „gut angelegtes Geld“ bezeichnete Staatsministerin Kerstin Schreyer die Investitionen am Ansbacher Bahnhof. Der überwiegende Teil der Gelder für den barrierefreien Ausbau werde aus dem Bayernpakt II und damit durch den Freistaat bereitgestellt. Der Ausbau komme sowohl den Zugreisenden als auch der durch die Corona-Pandemie stark gebeutelten Bauwirtschaft zu Gute. Zudem komme man in Sachen Barrierefreiheit wieder einen Schritt weiter, so die ehemalige Sozialministerin.

Lobende Worte zum Ausbau aber auch Kritik für die Absage an einen ICE-Halt in Ansbach fanden im Rahmen des feierlichen Auftakts die regionalen Vertreter aus Politik und Verwaltung. Als „absolut notwendig“ bezeichnete der CSU-Stimmkreisabgeordnete für den Bundestag Artur Auernhammer den barrierefreien Aus-bau. Er plädierte außerdem dafür, den ICE-tauglichen Ausbau der Bahngleise mit Blick auf die Bedeutung des Bahnhofs für die gesamte Region unbedingt in die Maßnahme mit aufzunehmen. Oberbürgermeister Deffner appellierte gleichlautend, den Ausbau entsprechend der Vorentwurfsplanung mit Berücksichtigung eines ICE-Halts durchzuführen. Die Modernisierung und barrierefreie Gestaltung sei erforderlich und zeitgemäß. Um die Maßnahme zudem auch zukunftsträchtig zu realisieren, sei es gerade auch im Hinblick auf die expandierende Hochschule und den angekündigten Umzug des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs von München nach Ansbach wichtig, den Halt von bereits durchfahrenden ICE-Zügen zu ermöglichen. Landrat Dr. Jürgen Ludwig verwies zusätzlich an die bereits im Jahr 2009 gemeinsam von Stadt und Landkreis Ansbach auf den Weg gebrachte Machbarkeitsstudie. Mobilität sei eine wichtige Grundvoraussetzung für die ländliche Entwicklung, hierzu zähle insbesondere auch die Anbindung an den Bahnfernverkehr.

Die Sanierung erfolgt ab sofort in vier Bauphasen während des laufenden Betriebs. Nach Mitteilung der Deutschen Bahn verzeichnet der Ansbacher Bahnhof an einem mittleren Werktag rund 8.600 Reisende.