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Häuserfassade

Sonderausstellung "Festtagsschmaus und Einheitsbrei"

Wanderausstellung des Bezirks Mittelfranken vom 20. Juni bis 15. Oktober 2018 im Markgrafenmuseum Ansbach

Ab wann gibt es „Schäufela“, haben die Franken schon immer Bratwürste gegessen, wie kam der Kloß zur Soß? Essen geht uns alle an. Was und wie wir heute essen und trinken, ist das Ergebnis zahlreicher Faktoren, die über Jahrhunderte hinweg auf unsere Gesellschaft eingewirkt haben und einwirken.

Die Wanderausstellung „Festtagsschmaus und Einheitsbrei“ des Bezirks Mittelfranken zeigt vom 20. Juni bis 15. Oktober 2018 im Markgrafenmuseum Ansbach einen Querschnitt der fränkischen Esskultur durch die Jahrhunderte und die Gesellschaft. Denn unterschiedliche Ernährungsweisen definieren nicht erst seit dem Mittelalter sozialen Status und kulturelle Zugehörigkeit. Die Veränderung von Ernährungsgewohnheiten spiegelt historische Entwicklungen und gesellschaftliche Zustände wider. Kurz gesagt: man ist, was man isst.

Bis ins 18.Jahrhundert sollte es dauern, bis man bei Tisch mit dem Messer und zusätzlich mit der Gabel aß. Manche Gewürze kannten bereits die Römer, andere kamen erst aus Übersee nach Franken, oft über die reichen Nürnberger Pfeffersäcke. Warenversorgung und Zubereitungsarten sind abhängig von naturräumlichen Bedingungen, kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen sowie von technischen Neuerungen. Nicht zuletzt eine Maschine mit der man die Gräten im Karpfen im wahrsten Sinne des Wortes klein kriegt, zeigt, dass die Franken, wenn es um Essen und Trinken geht, mit Erfindungsgeist und Eifer dabei sind. Was wäre die Welt ohne Nürnberger Lebkuchen, für viele stellt Franken geradezu den Bratwursthimmel dar.

26 Infotafeln führen in die Welt von „Schäufela & Co“, zeigen Kulturtechniken und spezielle Gerichte, Mitmachstationen laden zum Ausprobieren ein. Dazu präsentiert das Markgrafenmuseum ausgewählte Exponate aus den eigenen Beständen, vom mittelalterlichen Bräter bis zum barocken Tafelgeschirr, sowie Leihgaben wie ein Kriegskochbuch aus dem 1. Weltkrieg, als Schmalhans Küchenmeister war. Aber auch die Tafelfreuden der Markgrafen und Bürger kommen bei „Festtagsschmaus und Einheitsbrei“ nicht zu kurz.