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Häuserfassade

Sonderausstellung »Die Flotte der Markgrafen«

vom 16. April bis 10. Juni 2018

Die Sonderausstellung „Die Flotte der Markgrafen“ führt in die Zeit der Kunst- und Wunderkammern

Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Wahrnehmung der Welt durch den Menschen der Barockzeit. An Fürstenhöfe und im wohlhabenden Bürgertum unterhielt man sogenannte Kunst- und Wunderkammern. Im Gegensatz zum späteren Museum wollten sie nicht ausstellen, sondern sammeln um die Wunder der Welt zu bestaunen. Aus allen Erdteilen trug man Artefakte, wie Korallen oder das Horn des Rhinozeros zusammen, die gleichwertig neben Münzen oder Gemälden gezeigt wurden. Im Zeitalter der europäischen Expansion wurde man mit der Andersartigkeit von Natur, Kunst und Kultur ferner Länder konfrontiert. Kritisch ging schließlich die Aufklärung mit dem Phänomen der Kunst- und Wunderkammern um.

Aus der Markgrafenzeit werden große Schiffsmodelle und als Leihgabe der Stadtsparkasse Ansbach historische Karten von vier Kontinenten präsentiert. Letztere wurden um 1770 von Tobias Conrad Lotter angefertigt, einem der führenden Augsburger Kartenstecher seiner Zeit. Zu den Glanzstücken der Sonderausstellung gehört der Erdglobus von Johann Ludwig Andreae, der 1711 in Nürnberg entstand. Östlich von Neuseeland verewigte sich sein fürstlicher Eigentümer mit dem Ansbachischen Wappen.

In diesem Zusammenhang stehen auch Schiffsreisende aus Zwang, die von ihrem Landesherrn als Hilfstruppen aus Ansbach-Bayreuth an die englische Krone ausgeliehen wurden, um im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zu kämpfen. Mancher kehrte nach Franken zurück, für viele wurde Amerika aber zu einer neuen Heimat. Mit Ausschnitten aus Zedlers Universal-Lexikon des 18. Jahrhunderts wird der Besucher selbst zum Gelehrten der Barockzeit, der sich über Sitten und Völker der damals bekannten Welt informieren kann.

Sonderführung mit Museumsleiter Dr. Wolfgang F. Reddig:

jeweils dienstags, 17. April, 16.00 Uhr, 8. Mai, 16.00 Uhr und 5. Juni, 16.00 Uhr oder auf Anfrage.