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Umwelt, © candy1812 - Fotolia

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

KWK-Anlagen werden nicht nur in der Industrie verwendet, sondern kommen auch als kleinere Anlagen im Wohngebäudebereich zum Einsatz. Diese werden meistens mit fossilem Gas (Erdgas, Flüssiggas) oder auch Biogas betrieben. Mit der Erzeugung von Strom ersetzen sie den Energieträger Kohle, der in konventionellen Kraftwerken hauptsächtlich eingesetzt wird. Damit werden circa 34 Prozent der CO2-Emissionen (bei fossilem und biogenen Brennstoffeinsatz) vermieden.

Fossile Kraftwerke haben einen Wirkungsgrad von 37 Prozent. Das heißt, dass 63 Prozent der eingesetzten Energie als Abwärme verloren gehen. Um dem entgegenzuwirken, setzt man immer mehr auf Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung, bei denen Strom und Wärme erzeugt und genutzt werden können. Nur etwa 12 Prozent des elektrischen Strom in Deutschland kommt aus KWK-Anlagen.

Kläranlage Ansbach

Die Kläranlage Ansbach sammelt anfallende Klärgase aus dem Faulturm und erzeugt seit vielen Jahren im eigenen BHKW regenerativen Strom. 250.000 kWh werden im Jahr eingespeist. Der Großteil wird selbst verbraucht.

BHKW Hindenburg

Das Aquella, das Brücken-Center, die Hochschule Ansbach und ein zugehöriges Wohnheim werden über ein Blockheizkraftwerk beheizt. Im Sommer wird das Brücken-Center über das BHKW gekühlt. Energieträger dieser Anlage ist Biogas.

Blockheizkraftwerke als effizientes Heizungssystem

Bei der Stromerzeugung entsteht Wärme, die in konventionellen Großkraftwerken zu einem Großteil ungenutzt bleibt. Ein hoher Energieverlust, der vermieden werden kann, wenn das Kraftwerk dort steht, wo die Wärme auch genutzt wird. Blockheizkraftwerke (BHKWs) erzeugen Strom und nutzen nebenbei auch das "Abfallprodukt" Wärme. So können Wirkungsgrade von über 90 Prozent erreicht werden.

Der Generator, der den Strom erzeugt wird durch einen Verbrennungsmotor angetrieben. Die bei der Verbrennung entstehende Wärme wird durch einen Wärmetauscher auf den hauseigenen Wasserkreislauf für Heizungs- und Brauchwasser übertragen. BHKWs können mit fossilien Brennstoffen (Diesel, Heizöl oder Gas), aber auch mit regenerativen Energieträgern wie Biogas, Biodiesel, Rapsöl oder Holzpellets betrieben werden. Blockheizkraftwerke sind nicht nur für große Gebäudekomplexe geeignet. Sogenannte Mini-Blockheizkraftwerke eigenen sich von ihrer Leistungsgröße her bereits für Ein- oder Zweifamilienhäuser und sind dabei nicht größer als eine Tiefkühltruhe. Vorraussetzung für die Wirtschaftlichkeit eines BHKWs im eigenen Haus sollte ein möglichst gleichmäßiger Wärmebedarf während des ganzen Jahres sein. In kleineren Wohngebäuden mit großen Schwankungen passen leistungsmodulierende Anlagen die thermische Leistung dem entsprechenden Wärmebedarf an. Allerdings bietet ein BHKW auch viele Vorteile: Zum einen können die Stromkosten aus dem öffentlichen Netz eingespart werden, während die Heizwärme quasi als Nebenprodukt anfällt. Zusätzlich ist die Energie für den Betrieb des BHKW von der Mineralöl- und Stromsteuer befreit.