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Umwelt, © candy1812 - Fotolia

Biogas

Im Jahr 2015 wurden 16,7  Prozent (etwa 31,3 TWh) des deutschen Stroms aus erneuerbaren Energien aus Biogas gewonnen. Zu diesem Zeitpunkt waren fast 8.900 Biogasanlagen in Betrieb. Diese liefern einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, denn im Vergärungsprozess der Anlagen wird die Methanausgasung kontrolliert genutzt und so umweltfreundlich Strom erzeugt. Im Landkreis Ansbach gibt es  189 Biogasanlagen (Stand 2017), so viele wie in keinem anderen Landkreis Bayerns. Im Stadtgebiet Ansbach gibt es derzeit drei Biogasanlagen.

Funktionsweise

Biogasanlagen dienen der Erzeugung von Biogas durch die Fermentation von Biomasse. In den am häufigsten vorkommenden, landwirtschaftlich genutzten, Anlagen werden in der Regel Energiepflanzen (v. a. Mais) und Gülle vergärt. Bei den meisten Biogasanlagen wird das Gas vor Ort in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) zur Wärme- und Stromerzeugung verbrannt.

Biogasanlage in Dombach

Die Biogasanlage in Dombach im Loch wurde 2001 in Betrieb genommen und hat eine Leistung von 420 kW. Seit 2007 wird ein Teil der Wärme zur Hackschnitzeltrocknung genutzt, und seit 2009 werden zusätzlich 13 Haushalte in Dombach im Loch mit Wärme versorgt. Trotzdem hat die Biogasanlage noch eine große Abwärmemenge übrig. Unser Ziel ist, diese Wärme effizient in einem zusätzlichen Nahwärmenetz zu nutzen.

Biogasanlage in Strüth

Die Anlage wurde 2005 mit einer Leistung von 100 kW in Betrieb genommen. Durch mehrere Erweiterungen hat die Anlage heute einen Leistung von 350 kW. Der gesamte Strom (3 Mio. kWh pro Jahr) wird ins Netz eingespeist. Auch die Wärme ( 2,4 Mio. kWh pro Jahr) wird mittlerweile zu fast 100 Prozent verwertet. Die Rangau-Klinik deckt damit zum Beispiel ein Drittel ihres Wärmebedarfs. Für den Anbau des Substrats werden ca. 120 ha benötigt.

Biogasanlage in Obereichenbach

Die Anlage ging im Dezember 2010 in Betrieb und hat eine Leistung von 100 kW elektrisch. Seit 2013 liefert die Biogasanlage Wärme für drei benachbarte Häuser sowie Fernwärme an den Rinderzuchtverband Franken zur Beheizung von Stall, Verwaltungsgebäude und Markthalle. Die Wärmelieferung pro Jahr beträgt ca. 265.000 kWh.