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18.03.2020

Obdachlosigkeit vorbeugen - Projekt Wohnungsnotfallhilfe in Ansbach gestartet

Seit dem 2. März 2020 bietet das Diakonische Werk Ansbach in Zusammenarbeit mit der Stadt Ansbach eine Fachstelle zur Beratung und Betreuung obdachloser oder von Obdachlosigkeit bedrohter Bürgerinnen und Bürger an. Zielsetzung der mit Fördermitteln des Freistaats Bayern subventionierten Fachstelle ist es, Obdachlosigkeit vorzubeugen und die Vernetzung der Anlaufstellen zu verbessern.

Bereits seit mehreren Jahren unterstützt die Bayerische Staatsregierung Kommunen durch eine Förderung bei der Einrichtung einzelner Beratungsstellen zur Verbesserung der bayernweiten Information und Koordinierung der Akteure auf dem Feld der Wohnungs- und Obdachlosenhilfe. Das Diakonische Werk Ansbach e.V und die Stadt Ansbach haben sich mit einem gemeinsamen Rahmenkonzept um eine Unterstützung seitens des Staates beworben. Nach Zusage des Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales hat die neue Stelleninhaberin Jeanette Pechtold seit Anfang März ihre Arbeit aufgenommen.

„Ich freue mich sehr, dass das Projekt für die Wohnungsnotfallhilfe zustande gekommen ist. Stadtverwaltung und kirchliche Träger bieten bereits eine Vielzahl an Hilfsangeboten für betroffene Menschen und sind bei dieser Thematik sehr aktiv“, so Oberbürgermeisterin Carda Seidel. Der Bedarf nehme jedoch stetig zu, weshalb weitere präventive Maßnahmen unerlässlich seien, erklärte Seidel. „Die Stadt Ansbach bietet 14 Schlafplätze für Wohnungslose in der Herberge zur Heimat, Schlichtwohnungen im Haldenweg und in der Knebelstraße sowie ein begrenztes Angebot von Wohnungen für Sozialschwache in der Schlesier Straße, um auf soziale Notfälle zu reagieren. Zudem streben wir mit dem Ansbacher Wohnraummodell eine Aufstockung an Sozialwohnungen an, so zum Beispiel bei den Neubauprojekten auf dem Messegelände sowie auf dem Milchhofareal“, wie die Oberbürgermeisterin weiter ausführte. Seidel verwies zudem auf die Geldleistungen der Stadt aus dem Fonds Bürger in Not / Kinder in Not, für unverschuldet in Not geratene Personen, zum Beispiel im Falle einer drohenden Stromabschaltung, unterstützt. „Wir müssen klar feststellen, dass die Förderung des Freistaats nur aufgrund der sehr guten Zusammenarbeit zwischen Diakonischem Werk und Stadt zustande gekommen ist“, hob im Rahmen der Vorstellung Sozialreferent Holger Nießlein die Besonderheit der Kooperation hervor. Die Projektstelle wird durch den Freistaat für zwei Jahre mit einer Anschubfinanzierung von 90 Prozent gefördert, die restlichen Kosten übernimmt das Diakonische Werk Ansbach.

Großes Lob für die Offenheit und das Miteinander zwischen Diakonischem Werk und Stadtverwaltung zollte auch Dekan Hans Stiegler allen Beteiligten. Eine solche Zusammenarbeit im Sinne der Hilfesuchenden sei nicht selbstverständlich und habe letztendlich auch den Ausschlag für die Förderung gegeben. Die Projektstelle ist ab sofort mit der Sozialpädagogin Jeanette Pechtold besetzt und beim Diakonischen Werk in der Karolinenstraße 29 angesiedelt. Termine können telefonisch unter 0981 96906-43 oder per E-Mail (wohnungsnot@diakonie-ansbach.de) vereinbart werden.