Direkt zu:
Diese Webseite verwendet Cookies, um dem Betreiber das Sammeln und Analysieren statistischer Daten in anonymisierter Form zu ermöglichen. Wenn Sie damit nicht einverstanden sind, klicken Sie hier bitte auf »Nein«. Weitere Informationen
 |   Language

19.05.2021

„Bridge over friendly water“ – Ansbacher Schüler engagieren sich für die Städtepartnerschaft mit Bay City

Seit nunmehr 60 Jahren besteht die Städtepartnerschaft zwischen Ansbach und Bay City im US-Bundesstaat Michigan. Die für diesen Sommer geplanten Jubiläums-Feierlichkeiten mussten bereits wegen der Corona-Pandemie auf das nächste Jahr verschoben werden. Die Intensivierung der partnerschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Städten schreitet jedoch weiter voran. Ein Zeichen hierfür ist unter anderem die Schulpartnerschaft zwischen dem Gymnasium Carolinum und der Bay City Central High School.

Ein Besuch von Lehrern und Schülern in den Vereinigten Staaten werde durch die Pandemie in diesem Schuljahr zwar noch verhindert, wie Studiendirektor Armin Jechnerer, Englisch-Lehrer am Gymnasium Carolinum, berichtet. Dennoch bestehe ein reger Austausch zwischen den Schulen, so zum Beispiel über das deutsch-amerikanische GAVE-Programm (German American Virtual Exchange) zur Förderung der Kommunikation über Online-Medien. „Wir konnten somit bereits den Unterricht unserer amerikanischen Partner live mitverfolgen und die Schüler sich untereinander über Hobbys, Schule und Heimatorte austauschen,“ so Jechnerer. Auf beiden Seiten des Atlantiks habe man zudem den Anstoß aufgenommen, sich künstlerisch mit der verbindenden Symbolik einer Brücke zu befassen. Schülerinnen und Schüler beider Partnerschulen seien deshalb derzeit mit dem gemeinschaftlichen Entwurf einer „fantastic bridge“ beschäftigt, die in ihrer endgültigen Fassung als Wandgemälde sowohl im Gymnasium Carolinum als auch in der Bay City Central High School ihren würdigen Platz finden soll.

„Bay City ist die Stadt, mit der Ansbach am längsten freundschaftliche Beziehungen pflegt. Darüber hinaus besteht durch den Army-Standort in Katterbach seit vielen Jahrzehnten eine enge Bindung zu den USA. Umso mehr freue ich mich, dass sich der Kontakt in die Vereinigten Staaten wieder verdichtet“, erklärt dazu Oberbürgermeister Thomas Deffner verbunden mit der Hoffnung, dass möglichst bald wieder Austauschreisen möglich sein werden. Zuletzt wurde im November 2019 eine von der Stadt Ansbach organisierte Delegation mit Bildungsvertretern des Carolinums, der Staatlichen Fachoberschule und Berufsoberschule und der Staatlichen Berufsschule in Bay City empfangen. Im kommenden Jahr wolle man mit einem Schüleraustausch gemeinsam ein neues Kapitel der besonderen fränkisch-amerikanischen Freundschaft auf-schlagen, so Jechnerer auch im Namen seiner amerikanische Kollegin an der Bay City Central High School Susan Elder.

Die fränkische Kultur ist den Bewohnern von Bay City unterdessen nicht unbekannt. Nicht weit entfernt befindet sich der bei Touristen beliebte Ort Frankenmuth, der in der Mitte des 19. Jahrhunderts von fränkischen Auswanderern gegründet wurde und heute unter anderem mit einem Oktoberfest und dem weltweit größten „Weihnachts-Supermarkt“ für viele Amerikaner „good old Germany“ verkörpert. Noch heute sprechen einige ältere Nachkommen der einstigen Auswanderer untereinander fränkischen Dialekt.