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09.08.2019

Ansbach betreibt Klimaschutz konsequent - regenerative Energiegewinnung übertrifft bereits die Potenziale aus dem Klimaschutzkonzept

Lange vor dem 2009 erstellten Integrierten kommunalen Klimaschutzkonzept wurde in Ansbach bereits auf Umwelt- und Klimaschutz gesetzt. Mitte der 90er Jahre - und damit vor über 25 Jahren - startete das Förderprogramm Energieeinsparung, das Immobilienbesitzer bei energetischer Sanierung unterstützt. Seit 2004 wurden städtische Dienstfahrzeuge auf Flüssiggasantrieb umgerüstet, es wurde damit begonnen städtische Gebäude mit Photovoltaikanlagen auszustatten und gleichzeitig entstanden erste Biogasanlagen im Stadtgebiet. Seit 11 Jahren ist der Prüfbaustein „Nachhaltigkeit“ im Sinne des Klimaschutzes für sämtliche Projekte der Verwaltung verbindlich zu beachten.

„Was wir, also Stadt und Stadtwerke mit dem seit Jahren erfolgreich etablierten Klimaladen e.V. gemeinsam erreicht haben, steht zwar nicht im Klimaschutzkonzept, ist aber weit mehr als die von Herrn Stümpfig angemahnte Klimaallianz“, erinnert Oberbürgermeisterin Carda Seidel. Zahlreiche Maßnahmen und Veranstaltungen, die der Bewusstseinsbildung für den Klimaschutz dienen und die Mitwirkung der Menschen vor Ort ermöglichen, finden dort und darüber hinaus seither statt. Der „Tag der erneuerbaren Energien“ ermöglicht, gute Beispiele vor Ort kennenzulernen und auf Lösungen im eigenen Haushalt anzuwenden. Die „Biobrotbox“-Aktion zeigt Schulkindern, wie regionale und nachhaltig produzierte Ernährung funktioniert, die „kleinen Ansbacher Klimaschützer“ und das „Stadtradeln“ setzen Anreize für eine intelligente und nachhaltige Mobilität.
Bewusstseinsbildung und finanzielle Förderung klimagerechten Verhaltens und klimaschützender Investitionen sind die beiden Säulen und Konstanten im Ansbacher Klimaschutz - fortlaufend ergänzt um weitere Veranstaltungen und Förderprogramme. Beispiele sind die Förderprogramme zur Umrüstung auf effiziente Heizungsumwälzpumpen und zur Dach- und Fassadenbegrünung. Seit 2013 bietet der Klimaladen e.V. eine neutrale Energie- und Sanierungsberatung der Stadt Ansbach an und informiert über verschiedene Förderprogramme von Stadt, Stadtwerken Ansbach und Bund.

Effizienzsteigerung und Vermeidung von Emissionen

Mit vielfältigen Maßnahmen zur Vermeidung und Verringerung von klimaschädlichen Emissionen sowie zur Steigerung der Effizienz sorgt die Stadtverwaltung „im eigenen Haus“ für Klimaschutz: so unter anderem mit der kontinuierlichen Realisierung städtischer Photovoltaikanlagen (zuletzt auf dem Verwaltungsgebäude Nürnberger Straße), der energetischen Sanierung städtischer Immobilien unter konsequenter Nutzung staatlicher Förderprogramme, der Versorgung sämtlicher städtischer Liegenschaften, wie KITAs, Schulen und Verwaltungsgebäuden seit 2009 mit 100 Prozent Ökostrom und der sukzessiven Umrüstung der Beleuchtung auf energiesparende LED-Technik. Tatsächlich sind mittlerweile bei der Windenergie die ambitionierten Zielsetzungen des Klimaschutzkonzepts 2009 übertroffen. Erfolgsgarant hierfür war die im gesamten Stadtgebiet angewendete Steuerung der Standorte. Freiflächen-Photovoltaikanlagen sind mittlerweile auf sämtlichen im Stadtgebiet laut Stadtratsbeschluss möglichen Flächen - wo die Eigentümer dazu bereit waren - realisiert oder in Umsetzung.

Dialog mit engagierten jungen Bürgerinnen und Bürgern

In den letzten Monaten wurde in ganz Europa und auch in Ansbach ein verstärktes Interesse am Klimaschutz deutlich. Es entstand ein bemerkenswertes Engagement für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen insbesondere durch die Bewegung „Fridays for future“. „Dieses Engagement, wie alle Aktivitäten für Klimaschutz und eine nachhaltige Entwicklung vor Ort begrüßen wir seitens der Stadt Ansbach sehr und unterstützen diese nach Kräften“, so die Oberbürgermeisterin. „Wir sind bereits mit Vertretern von Fridays for future, Schülermitverantwortung und Jugendrat im Dialog und haben uns zu einem ersten Arbeitstreffen mit der Stadtverwaltung und den Fraktionen getroffen. Ziel ist es, gemeinsam die Aktivitäten im Bereich des Klimaschutzes anzugehen - seitens der Kommune Anregungen aufzugreifen, aber auch im privaten Bereich für ein klimagerechtes Leben und Handeln zu sensibilisieren. Der konstruktive Dialog wird in den kommenden Monaten fortgesetzt.“

Klimaschutz ist und bleibt eine der vorrangigen Aufgaben von Stadt und Gesellschaft. Die im Klimaschutzkonzept definierten Ziele sind hierfür wichtiger Maßstab. Die Stadt Ansbach hat zudem mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) jüngst die Weichen für die nachhaltige und damit auch für die Reaktion auf Klimafolgen bewusste Entwicklung in der Zukunft gestellt. 2021 ist eine CO2-Bilanz für das „Zieljahr“ des Klimaschutzkonzepts 2020 geplant.
Das Handlungsfeld ist permanenten Veränderungen unterworfen, so dass Anpassungen im Vorgehen, bei Maßnahmen und Projekten in der Vergangenheit wie in der Zukunft selbstverständlich und notwendig sind. „Dieser Dynamik hat sich die Stadt Ansbach in den zurückliegenden 10 Jahren gestellt, und sie wird dies auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Die wiederholten Äußerungen des Abgeordneten Stümpfig in der FLZ zu den Ansbacher Klimaschutzmaßnahmen bringen allerdings niemand weiter“, so Oberbürgermeisterin Seidel.