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10.11.2020

Gedenken an Reichspogromnacht vor der Ansbacher Synagoge

Vor der Ansbacher Synagoge fand am Montagabend eine Gedenkstunde anlässlich der Reichspogromnacht vor 82 Jahren statt. Mit Abstand und Masken trafen sich rund 40 Menschen, um an die schrecklichen Geschehnisse während des NS-Regimes zu erinnern.

Im Licht der Straßenlaternen rahmten Dekan Hans Stiegler und Domkapitular Dr. Norbert Jung die Veranstaltung als Vertreter der Kirchen ein und betonten die symbolische Bedeutung der Kranzniederlegung, auch für das Überwinden des Antisemitismus.

Oberbürgermeister Thomas Deffner verwies darauf, dass der 9. November ein Gedenktag ist, der trotz der aktuellen Einschränkungen nicht ausfallen dürfe. Dafür muss Platz in der Gesellschaft bleiben - gerade in den Zeiten, in denen sich Menschen gegen Verordnungen auflehnen und dies mit Judenhass in Verbindung bringen. Vor der Kranzniederlegung sprach zudem Ulrich Rach, Sprecher der Regionalgruppe Ansbach der Bürgerbewegung für Menschenwürde in Mittelfranken e. V.. Im Mittelpunkt seiner Rede stand die Entwicklung des Antisemitismus in den Jahrzehnten nach der Reichspogromnacht bis hin zu den Vorkommnissen in jüngster Zeit.

Der Kranz wurde im Anschluss in die Synagoge gebracht.