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23.03.2023

Ansbach erinnert mit 13 neuen Stolpersteinen an Opfer des NS-Regimes

In einer feierlichen Zeremonie verlegte der Künstler Gunter Demnig an drei Stellen in Ansbach fünf Stolpersteine. Mit den Steinen, die an den letzten freiwillig gewählten Wohnorten verlegt werden, wird an jüdische Mitbürger, die vom NS-Regime vertrieben, entrechtet oder ermordet wurden, gedacht. In der Eyber Straße 13 wird an Gustav und Mina Haas, in der Bischof-Meiser-Straße 5 an Berta und Jonathan Lehmann und am Karlsplatz 7 an Ida Uhlfelder erinnert.

Oberbürgermeister Thomas Deffner sprach über das unmenschliche Leid, dass die Opfer der Shoa erleben mussten. „Zu welch schrecklichen Handlungen die Täter fähig waren, lässt uns sprachlos zurück.“ Ziel des NS-Regimes war es, die Opfer zu entmenschlichen, ihnen die Persönlichkeit zu nehmen. In den Konzentrationslagern sollten die Menschen nur eine Nummer in der Vernichtungsmaschinerie sein. „Dieses Vorhaben ist gescheitert. Wir kennen heute die Namen der Opfer, ihre Schicksale und gedenken ihnen.“

Alexander Biernoth vom Frankenbund e.V. erinnerte daran, dass alle dazu aufgerufen sind, aus der Vergangenheit zu lernen und antisemitischen Tendenzen in der Gesellschaft und im eigenen Umfeld entgegenzutreten. Biernoth und Stefan Diezinger vom Frankenbund und Stadtarchivar Dr. Wolfgang Reddig stellten zudem die Schicksale der Personen, für die Stolpersteine verlegt wurden, vor. Gerade der Kontakt zu Angehörigen und Nachfahren bringe immer wieder interessante Einblicke in die Lebensläufe und das Schicksal, so Diezinger.

Da die Verlegestellen in diesem Jahr über das Stadtgebiet verteilt sind, wurden im Nachgang der Zeremonie weitere Stolpersteine vor der Beckenweiherallee 2 für Gabriel und Regine Wittelshöfer, vor der Heilig-Kreuz-Straße 13 für Max und Marie Bechhold sowie Hedwig Hessdörfer, vor der Feuchtwanger Straße 57 für Auguste Weinschenk und am Johannisweg 6 für Hermann und Hedwig Gutmann verlegt.

Weitere Informationen zu den insgesamt 119 Stolpersteine in Ansbach finden Sie hier: Synagoge Ansbach