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Baustelle, © Katarzyna Bialasiewicz photographee.eu

Energiespartipps

Die Privathaushalte verbrauchen rund ein Viertel des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland. Den größten Anteil haben dabei die Heizung und die Warmwasserbereitung. Doch es lohnt sich auch bei den Elektrogeräten und der Beleuchtung zu sparen. Bei einem durchschnittlichen Haushalt können dabei bis zu 100,00 Euro Stromkosten im Jahr gespart werden ohne große Investitionen oder Verzicht, wie das Umweltbundesamt ausgerechnet hat.

Richtiges Heizen und Lüften

  • Zu hohe Raumtemperaturen steigern die Erkältungsgefahr und kosten zudem unnötig Energie. Bereits ein Grad weniger spart bis zu 6 Prozent Heizkosten.
  • Stellen Sie die Nachtabsenkung der Heizung von 20 auf 15 Grad Celsius.  Somit können bis zu 6 Prozent Heizenergie gespart werden. Die Temperatur sollte aber nicht um mehr als 5 Grad Celsius abgesenkt werden, weil sonst durch eine lange Aufheizzeit wiederum mehr Energie erforderlich ist. Wohnen Sie zur Miete, darf nur der Vermieter die Nachtabsenkung verändern. Als Mieter können Sie aber die Thermostatventile an den Heizkörpern dementsprechend einstellen.
  • Bei längerer Abwesenheit reicht eine Durchschnittstemperatur von 15 Grad Celsius und das Thermostatventil kann auf die Frostschutzposition eingestellt werden.
  • Stellen Sie die Heizungen in den Räumen, die Sie weniger benutzen wie Gästezimmer oder Schlafzimmer aus.
  • Sinnvoll ist auch der Einbau von programmierbaren Heizkörperthermostaten, die die Raumtemperatur dann automatisch regeln.
  • Achten Sie darauf, dass die Heizkörper nicht verkleidet, durch Möbel zugestellt oder durch Vorhänge zugehängt sind, sodass sich die Wärme ungehindert im Raum verteilen kann. Sie sollten außerdem regelmäßig entlüftet werden.

Falls Sie Raumklimageräte verwenden, beachten Sie die gesetzlichen Mindestanforderungen der EU. Ab Januar 2013 müssen alle neuen Geräte im Kühlbetrieb mindestens die Anforderungen der Energieeffizienzklasse B sowie im Heizbetrieb die der Klasse C (Einschlauchgeräte) oder D (Zweischlauchgeräte) erfüllen. Für Geräte, die besondere klimaschonende Kühlmittel verwenden, gelten geringere Mindestanforderungen. Die bestmöglichste Klasse für Raumklimageräte ist die Klasse A+++.

Warmwasser

  • Eine kurze Dusche verbraucht nur etwa 20 bis 40 l Wasser, während ein Wannenbad bis zu 150 l Warmwasser benötigt.
  • Reduzieren Sie die Temperatur des vorgehaltenen Warmwassers von den üblichen 70 Grad auf 60 Grad Celsius.
  • Mit einer Zeitschaltuhr können Sie die Bereitstellung des warmen Brauchwassers auf Ihren Tagesrhythmus einstellen.
  • In Altbauten sind die Heizungsumwälzpumpen oft überdimensioniert, sodass sie auch auf kleinster Stufe gefahren werden können. Heizungspumpen können im Sommer vorübergehend (maximal 4 Wochen) auch mal ganz ausgeschaltet werden.

Fernseher, Computer und Co.

  • Ziehen Sie nach dem Gebrauch von Elektrogeräten den Stecker aus der Steckdose. Alternativ kann an einer Mehrfachsteckdose der An-Aus-Schalter betätigt werden. Hilfe bietet dabei auch ein Vorschaltgerät, das das Gerät nach Gebrauch automatisch vom Stromnetz trennt.
  • Auch bei den Bildschirmeinstellungen lässt sich Strom sparen. Reduzieren Sie deshalb Helligkeit und Kontrast.
  • Nutzen Sie die Energiesparfunktionen von Computer, Drucker und Monitoren. Der automatische Wechsel in den Schlafmodus bei Leerlauf spart meist über 90 Prozent des Stromverbrauchs. Das gilt auch für den Internet-Router der zum Beispiel nachts nicht gebraucht wird.
  • Nach dem Laden eines Akkus den Stecker ziehen, denn Ladegeräte für Laptops, Handys oder Akkus ziehen auch Strom aus der Steckdose ohne etwas aufzuladen.

Die gesetzlichen Mindestanforderungen in der EU besagen, dass alle neuen Fernsehgeräte im Handel mindestens die Anforderungen der Energieeffizienzklasse F erfüllen und dürfen im Stand-by-Modus eine Leistung von maximal 0,5 Watt aufnehmen. Die bestmöglichste Klasse bei Fernsehgeräten ist A.

Beleuchtung

  • Energiesparlampen brauchen rund 80 Prozent weniger Strom als normale Glühlampen und das bei etwa gleicher Lichtmenge. Zusätzlich ist die Lebensdauer von Energiesparlampen zehnmal höher als die der Glühlampen. Bei Kauf aber auf Qualität und das EU-Label achten. Billige Energiesparlampen verlieren schnell an Lichtintensität und halten nicht sehr lange. Bei einer Lebensdauer von 10.000 Stunden spart die Energiesparlampe 60 bis 150 Euro an Stromkosten.
  • LED-Leuchten sind eine gute Alternative zu Energiesparlampen. Sie weisen eine sehr hohe Lebensdauer ohne Wartung auf, sie verbrauchen außerdem weniger Energie und sind unempfindlich gegenüber Erschütterungen. Derzeit sind sie aber noch vergleichsweise teuer.
  • Indirekte Beleuchtung ist ineffizienter als direkte Beleuchtung
  • Bei einer zerbrochenen Kompaktleuchtstofflampe den Raum sofort gut lüften, die Splitter mit einem Klebeband auflesen und in einem geschlossenen Glas bei einer Sammelstelle abgeben. Die Splitter sollten nicht aufgesaugt werden.
Seit September 2012 schreiben die gesetzlichen Mindestanforderungen der EU vor, dass klare Lampen mit ungerichtetem Licht mindestens die Anforderungen der Energieeffizienzklasse C erfüllen müssen. Für matte Lampen mit ungerichtetem Licht gilt Klasse A als Mindestanforderung. Die bestmöglichste Klasse für Haushaltslampen ist die Klasse A++.
Defekte Energiesparlampen müssen wegen dem enthaltenen Quecksilber gesondert entsorgt werden. Der Handel nimmt sie zum Teil kostenlos zurück. Im Landkreis und der Stadt Ansbach werden sie außerdem auch bei allen Wertstoffhöfen angenommen.

Haushaltsgeräte

Für 55 Prozent des Stromverbrauchs in einem durchschnittlichen Haushalt sind die Haushaltsgeräte verantwortlich. Deshalb ist es wichtig, beim Kauf eines Haushaltsgeräts auf dessen laufenden Stromverbrauch zu achten, um so langfristig Geld zu sparen. Hilfreich sind dabei die Energielabels, die den Energieverbrauch des Geräts anzeigen. Besonders sparsam sind Geräte der Energieeffizienzklasse A+, A++ und A+++.

Kühl- und Gefriergeräte

  • Achten Sie beim Kauf eines Haushaltsgeräts darauf, dass der laufende Stromverbrauch möglichst gering ist. Besonders sparsam sind Geräte der Energieeffizienzklassen A+, A++ oder A+++.
  • Bei Kühl- und Gefriergeräten lohnt es sich, auf ein energiesparendes Gerät umzusteigen, denn sie laufen 24 Stunden am Tag und der Mehrpreis zahlt sich über die Jahre aus.
  • Kühlschränke mit Gefrierfach haben einen höheren Energieverbrauch. Wer bereits ein Gefriergerät besitzt, kann möglicherweise auf das Gefrierfach im Kühlschrank verzichten.
  • Je wärmer die Umgebungstemperatur, desto mehr Energie wird benötigt. Kühlgeräte deshalb nicht neben Herd, Heizung oder Spülmaschine platzieren und am besten nur abgekühlte Speisen in den Kühlschrank stellen.
  • Regelmäßiges Abtauen und Säubern des Wärmetauschers spart Energie.
  • Kühlschränke bei circa 7 Grad Celsius, Gefriergeräte bei circa -18 Grad Celsius betreiben.

Die gesetzlichen Mindestanforderungen der EU schreiben bei Kühl- und Gefriergeräte seit Juli 2012 eine Energieeffizienzklasse von A+ vor. Die bestmöglichste Klasse ist A+++.

Kochen und Backen

  • Gasherde sind wesentlich energiesparender als Elektroherde. Besonders wenig Energie verbrauchen Dampf- oder Schnellkochtöpfe bei lang kochenden Gerichten oder großen Mengen.
  • Sie sparen bis zu 70 Prozent Zeit und 30 bis 60 Prozent Energie: Tauchsieder und Wasserkocher sind energiesparende Alternativen zur Elektroherdplatte.
  • Beim Abschalten der Herdplatte 5 Minuten vor Ende der Garzeit kann bereits Energie gespart werden.

Wasch- und Spülmaschine

  • Waschmaschine immer voll beladen. Sparprogramme für wenig Wäsche reduzieren den Energieverbrauch nur wenig.
  • Drei Trockner-Ladungen pro Woche kosten circa 94 Euro im Jahr. Trocknen Sie daher Ihre Wäsche möglichst auf der Leine. Bei der Verwendung eines Trockners, Wäsche bei mindestens 1.000 Umdrehungen pro Minute schleudern. Gut geschleudert ist halb getrocknet.
  • Möglichst mit niedriger Temperatur waschen.
  • Beim Geschirr spülen auf das Vorspülen unter laufendem Wasser verzichten.

Zurzeit müssen alle neuen Wasch- und Spülmaschinen  mindestens die Anforderungen der Energieeffizienzklasse A erfüllen, ab Dezember 2013 sogar die der Klasse A+. Die bestmöglichste Klasse ist A+++.

Wäschetrockner müssen ab November 2013 die gesetzlichen Mindestanforderungen der EU von der Energieeffizienzklasse C im Handel erfüllen.